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Forderung des Nationalen Krebsplans in Bayern konsequent umgesetzt

kurhan/Shutterstock

Auf der Augsburger Tagung für Selbsthilfegruppen der Bayerischen Krebsgesellschaft standen kürzlich die Stärkung der Patientenkompetenz und die Verbesserung der Informationsangebote für Krebspatienten im Vordergrund. Diese Themen sind auch die Ziele im vierten Handlungsfeld des Nationalen Krebsplans, den die Bayerische Krebsgesellschaft e. V. nach eigenen Angaben mit ihren Angeboten konsequent in Bayern umsetzt.

Die Tagung ist wichtiger Bestandteil der Selbsthilfeförderung der Bayerischen Krebsgesellschaft e. V. mit dem Fokus, die Vertreter der Selbsthilfe zu informieren und in ihrer Arbeit zu stärken, informiert die Bayerische Krebsgesellschaft. In der Akademie St. Ulrich trafen sich die Leiter von mehr als 200 Selbsthilfegruppen zum intensiven Erfahrungsaustausch. In Vorträgen und Workshops sammelten sie neue Impulse für ihre Gruppenarbeit. Themen in diesem Jahr waren der Umgang mit schwierigen Gesprächen in der Krankheits-, Sterbe- und Trauerbewältigung, Gruppenführung, die Kooperation der Selbsthilfe mit Krebszentren, die Bewegungs- und Musiktherapie sowie der Umgang mit Schmerzen.

Die „Stärkung der Patientenorientierung“ im vierten Handlungsfeld hat im Nationalen Krebsplan den gleichen Stellenwert wie die anderen drei Felder: „Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung“, „Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen und der Qualitätssicherung“, „Sicherstellung einer effizienten onkologischen Behandlung“. Damit rückt der Patient in den Fokus der Forschung. Dieser Wechsel in der Blickrichtung ist neu und zukunftsweisend im deutschen Gesundheitssystem. „Die Stärkung des Patienten ist enorm wichtig. Er braucht nicht nur eine individuelle Therapie, sondern auch praktische Lebenshilfe, um nach der Behandlung besser wieder in den Alltag zurückzufinden“, betont Prof. Günter Schlimok, Präsident der Bayerischen Krebsgesellschaft.

Die Bayerische Krebsgesellschaft fördere den Nationalen Krebsplan nachhaltig, indem sie Betroffenen in ihren 19 Psychosozialen Krebsberatungsstellen und Psychoonkologischen Diensten (POD) ein qualitätsgesichertes, psychosoziales Beratungs- und Informationsangebot anbietet, das sich an den bundesweit gültigen Leitsätzen zur Qualitätssicherung in der psychosozialen Krebsberatung orientiert. Sie führt jährlich mehr als 17.700 Beratungen durch und hat langjährige Erfahrungen im Umgang mit Krebspatienten. Dieses Expertenwissen vermittelt sie auch Ärzten und onkologischen Pflegekräften in Weiterbildungen zur Arzt-Patienten-Kommunikation. So setzt sie auch das im Nationalen Krebsplan verankerte Ziel zur Weiterentwicklung der Kommunikationsfähigkeiten des medizinischen Personals um, so die Patientenorganisation.

Quelle: Befund Krebs 4/2012

08.04.13

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