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So hilft eine Reha bei der Genesung

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Wie wird mein Leben nach der Krankheit aussehen? Die meisten Krebspatienten stellen sich diese Frage – und möchten nach der Therapie in ihren normalen Alltag zurückkehren, z. B. wieder in den Job einsteigen und sich ihrer Familie und ihren Interessen widmen. Hilfestellung auf diesem Weg soll die Rehabilitation leisten.

Der Aufenthalt in einer Rehaklinik, ob stationär und ambulant, hat bei Krebspatienten erwiesenermaßen positive Auswirkungen auf das Befinden. Studien zeigen, dass Rehabilitanden die Maßnahme insbesondere in Bezug auf ihre körperliche Gesundheit und ihren seelischen Zustand als Erfolg bewerten. Mehr als 80 % halten ihre Rehabilitation insgesamt für erfolgreich oder sehr erfolgreich.

Träger der Reha-Maßnahme sind die gesetzlichen, manchmal auch die privaten Krankenkassen oder die Deutsche Rentenversicherung. Nach eigenen Angaben führt die Deutsche Rentenversicherung rund 160.000 onkologische Rehabilitationen im Jahr durch, was 18 % aller Maßnahmen entspricht. Die meisten Krebspatienten entscheiden sich dabei für einen dreiwöchigen stationären Aufenthalt, so die Deutsche Rentenversicherung.

Doch warum sollte ein Krebspatient überhaupt an einer Reha-Maßnahme teilnehmen? Das Ziel liegt vor allem darin, in den normalen Alltag zurückzukehren und sowohl am Arbeitsleben als auch am Leben in der Gesellschaft teilzunehmen. Selbst wenn dies nicht so gelingt wie vor der Krebserkrankung, so soll die Reha zumindest die Beeinträchtigungen durch die Krebserkrankung mildern und zudem verhindern, dass sich die Situation noch verschlechtert. Natürlich lassen sich solche Ziele nur individuell festlegen, je nach Krankheits- und Lebenssituation des Einzelnen. Dies soll daher auch zu Beginn einer Rehabilitation geschehen und am Ende der Maßnahme überprüft werden. So zählen laut Deutscher Rentenversicherung zu den konkreten Zielen einer Rehabilitation beispielsweise die Wiederherstellung und Erhaltung der Erwerbsfähigkeit, die Krankheitsverarbeitung oder die Entwicklung von Ersatzstrategien bei Organverlust.

Krebspatienten leiden oft sowohl unter körperlichen als auch seelischen Beeinträchtigungen. Dazu zählen beispielsweise Fatigue und Schmerzen, aber auch die Angst vor dem Tod, einem Wiederauftreten des Krebses sowie Depressionen. Bei der Rehabilitation soll individuell auf diese Probleme eingegangen werden, was auch von der Art der Krebserkrankung abhängig ist. So leiden beispielsweise Brustkrebspatientinnen häufig unter Lymphödemen und einer eingeschränkten Beweglichkeit der Schulter und des Armes, während für Menschen mit Magen- oder Darmkrebs die richtige Ernährung oder der Umgang mit einem Stoma im Vordergrund steht. Bei Prostatakrebspatienten geht es hingegen um die Sexualfunktion oder Probleme mit der Kontinenz.

Laut Deutscher Rentenversicherung orientiert sich die Therapie in der Reha an einem sog. bio-psycho-sozialen Gesundheitsmodell, das den Menschen und sein Wohlbefinden ganzheitlich betrachtet und sowohl von biologischen (körperlichen), psychologischen und sozialen Faktoren für eine Genesung ausgeht. Insgesamt sieht das Konzept der onkologischen Reha 20 Therapieeinheiten pro Woche vor. Dazu zählen beispielsweise medizinische, physio- und sporttherapeutische sowie psychologische Maßnahmen ebenso wie Entspannungsverfahren, Ergotherapie und das sog. Gesundheitstraining. Letzteres soll in Form von Schulungen, Seminaren oder Vorträgen dazu führen, dass die Rehabilitanden ein besseres Verständnis für ihre Erkrankung entwickeln, lernen, mit dieser umzugehen. In diesen wird darüber hinaus auch auf Risikofaktoren wie beispielsweise Rauchen hingewiesen. So fällt es Krebspatienten oft auch leichter, ihre Krankheit zu bewältigen.

Doch eines sollte man indes immer im Hinterkopf behalten: Eine „Einbahnstraße“ ist die onkologische Rehabilitation nicht – und daher auch kein Wellness-Urlaub. Vielmehr kommt es auf die Mitarbeit des Patienten an, damit sie wirklich erfolgreich ist.

Quelle: Befund Krebs 4/2012

05.04.13

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