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Die richtige Hautpflege bei der Strahlentherapie

Supri Suharjoto/Shutterstock

Ein wichtiges Standbein bei der Behandlung von verschiedenen Krebsarten ist die Strahlentherapie. Menschen mit Krebs, die bestrahlt werden, sollten darauf achten, ihre Haut richtig zu pflegen.

Bei der Strahlentherapie gehen die Ärzte lokal gegen den Krebs vor: An Ort und Stelle sollen die Strahlen die Tumorzellen zerstören, z. B. bei Brust- oder Prostatakrebs. So wie die Therapie auf die einzelne Körperstelle wirkt, können dort jedoch auch Nebenwirkungen auftreten, z. B. Reizungen der Haut. Daher ist es wichtig, dass Krebspatienten die bestrahlte Körperregion richtig pflegen und einige Regeln beachten.

Angst muss man jedoch nicht haben: Wie die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) in einer Broschüre zur Strahlentherapie informiert, sind Verbrennungen der Haut selten und kommen nur in Ausnahmefällen vor. Es kann jedoch zu Rötungen, Schwellungen oder Sonnenbrand-ähnlichen Symptomen kommen. Daher ist es wichtig, die Haut nicht zusätzlich zu reizen, betont der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Das betrifft zum einen chemische Reize, wie Waschlotionen, Seifen, Parfums, Deodorants, Cremes etc., die bestrahlte Krebspatienten meiden sollten. Aber auch auf Nassrasuren bei Bestrahlungen des Kopfes sowie Schwimmen in Salz- oder Chlorwasser sollte für die Zeit der Bestrahlung verzichtet werden.

Zum anderen sollte man mechanischen Reizen vorbeugen, wie beispielsweise Kleidung und Schmuck: Letzteren sollte man für die Zeit der Strahlentherapie ablegen, außerdem ist es wichtig, lockere, bequeme und nicht kratzende oder scheuernde Kleidung zu tragen. Manchmal sollten Frauen auch einige Zeit auf das Tragen eines BHs verzichten. Auch Reibung kann einen mechanischen Reiz auslösen – daher sollten Betroffene nicht mit dem Handtuch über die Körperstelle rubbeln, sondern diese nur abtupfen. Schließlich gilt es, thermische Reize zu vermeiden: Das sind zum einen Sonnenbäder, aber auch Kühlkissen, Wärmflaschen und bei Bestrahlungen des Kopfes auch das Föhnen der Haare.

Damit auch wirklich die „richtigen“ Körperstellen bestrahlt werden, werden auf der Haut Markierungen angebracht. Diese dürfen beim Duschen oder Baden nicht abgewaschen werden: Wie stark die Haut gewaschen werden kann, muss individuell mit dem Arzt bzw. Strahlentherapeuten besprochen werden: Möglicherweise darf die entsprechende Stelle nur mit lauwarmem Wasser benetzt werden. Auch die direkte Hautpflege sollte mit dem Arzt abgestimmt werden. So können bestrahlte Körperregionen u. U. mit milden, seifenfreien Produkten gewaschen werden, manchmal dürfen auch Puder oder milde Lotionen mit rückfettenden Wirkstoffen zur Hautpflege verwendet werden. Viele Kliniken halten daher für Patienten, die eine Strahlentherapie erhalten, ein entsprechendes Merkblatt zur Hautpflege bereit, in dem genau erläutert wird, was erlaubt ist und was besser vermieden werden sollte.

Quelle: Befund Krebs 1/2013

26.04.13

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