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Krebspatienten haben bei Reha ein Wunsch- und Wahlrecht

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Sie soll nicht nur Körperfunktionen wiederherstellen, sondern auch der Psyche gut tun und das soziale (und berufliche) Leben reaktivieren – die Rehabilitation nach einer Krebsbehandlung. „Die Rehabilitation leistet einen wichtigen Beitrag zur onkologischen Versorgung“, erklärte beispielsweise Michael Anders-Hoepgen vom Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen bei einer Veranstaltung zu diesem Thema auf dem Deutschen Krebskongress (DKK) in Berlin. Zwar nimmt nicht jeder Krebspatient eine solche Reha wahr, betonte Prof. Dr. Hans Helge Bartsch, Freiburg, beim DKK. Nur rund 25 % der Neuerkrankten begeben sich in eine solche Einrichtung. Für diejenigen, die sich jedoch für eine solche Maßnahme entscheiden, ist es wichtig, zu wissen: Sie haben ein Wunsch- und Wahlrecht, was die Rehaklinik betrifft.

Dies garantiert § 9 SGB IX Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten: „Bei der Entscheidung über die Leistungen und bei der Ausführung der Leistungen zur Teilhabe wird berechtigten Wünschen der Leistungsberechtigten entsprochen. Dabei wird auch auf die persönliche Lebenssituation, das Alter, das Geschlecht, die Familie sowie die religiösen und weltanschaulichen Bedürfnisse der Leistungsberechtigten Rücksicht genommen“, heißt es dort. Leistungsträger bei medizinischen Rehabilitationen sind die gesetzlichen Kranken-, Renten- und Unfallversicherungen. Je nach Art der Reha und abhängig vom Kostenträger müssen Patienten allerdings zuzahlen, wenn sie über einer bestimmten Mindestverdienstgrenze liegen, berichtet die Deutsche Krebshilfe in ihrem Ratgeber „Wegweiser zu Sozialleistungen“. Der Kostenträger entscheidet auch darüber, ob eine Rehamaßnahme medizinisch notwendig ist. Wenn die Reha nicht genehmigt oder den Wünschen nicht entsprochen wurde, kann innerhalb eines Monats Einspruch gegen die Entscheidung des Kostenträgers eingelegt werden, informiert das Bundesministerium für Gesundheit.

Rehabilitationen müssen nicht zwingend stationär erfolgen – auch ambulante Maßnahmen sind möglich, je nach persönlicher Situation, z. B. wenn zu Hause Kinder zu versorgen sind. Daher sollten sich Krebspatienten Gedanken darüber machen, wo und in welcher Form sie die Reha antreten wollen und dies in ihrem Antrag begründen – die Kostenträger sind verpflichtet, auf „berechtigte“ Wünsche des Antragstellers einzugehen, so das Bundesministerium für Gesundheit. Ein wichtiges Kriterium für den Patienten und auch für die Entscheidung des Kostenträgers ist natürlich die medizinische Qualität der Einrichtung – hier hilft ein Zertifizierungssystem, an dem man sich bei der Auswahl der Rehaklinik orientieren sollte. Informationen über zertifizierte Einrichtungen finden sich auf den Internetseiten der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation unter www.bar-frankfurt.de. Auch die Servicestellen der Reha-Servicestellen stehen mit Rat und Tat zur Seite: Über www.reha-servicestellen.de können Interessierte die Adressen dieser Beratungsstellen recherchieren.

Quelle: Befund Krebs 2/2012

19.03.13

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