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Leberkrebs: Neuer Schutzmechanismus entdeckt

Christian Darkin/Shutterstock

Einen neuen Mechanismus der körpereigenen Krebsabwehr haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg und der Columbia University entdeckt. Sie zeigten, dass ein bestimmtes Protein, das als Bestandteil einer Pore in der Zellkernhülle platziert ist, wichtige Botenmoleküle vor dem Abbau schützt, so das Universitätsklinikum Heidelberg. Diese tragen als Teil einer Signalkette mit dazu bei, dass Zellen sich nicht unkontrolliert vermehren und zu Tumoren heranwachsen. Eine Schlüsselrolle bei der Krebsabwehr spielt dabei das Protein p53, das die Bildung zahlreicher anderer Proteine anstößt und so das Wachstum beschädigter bzw. veränderter Zellen stoppen kann.

In der in Molecular Cell veröffentlichten Arbeit haben die Forscher nun nachgewiesen, dass die Proteine der Kernporen ebenfalls an der Krebsabwehr um p53 beteiligt sind. Sie entdeckten, dass das Porenprotein Nup98 an bestimmte mRNAs der p53-Signalkette andockt. Fehlt Nup98 in der Kernpore, werden diese mRNAs rasch wieder abgebaut – die Signalkette, die das Zellwachstum stoppt, ist unterbrochen, es kann Krebs entstehen. An Gewebeproben aus Tumoren des Leberzellkarzinoms zeigte sich, dass bei einem Viertel der Patienten Nup98 in geringeren Mengen als bei Gesunden vorliegt. Wirkstoffe, die an der schützenden Funktion der Kernporen ansetzen, könnten daher in Zukunft die Therapie bei bestimmten Krebsarten unterstützen.

Quelle: Befund Krebs 3/2013

05.08.13

Entstehung von Leberkrebs
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