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Leistungen von zertifizierten Hautkrebszentren

James Steidl/Shutterstock

Die Diagnose Hautkrebs trifft nach Angaben der WHO immer mehr Menschen. Doch auch für diese Krebsart gibt es die Möglichkeit, sich in einem zertifizierten Zentrum behandeln zu lassen. Dabei gilt seit Anfang dieses Jahres ein neuer Erhebungsbogen, der die Anforderungen an ein solches Hautkrebszentrum deutlich macht.

Krebszentren werden von der Deutschen Krebsgesellschaft in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Institut Onkozert zertifiziert. Bei der Erstzertifizierung kommen die Prüfer, sog. Auditoren ins Haus, und prüfen, ob die jeweilige Klinik den Kriterien genügt. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, kann das Krankenhaus die Abweichungen innerhalb einer bestimmten Frist, die maximal drei Monate lang sein darf, beheben. Die Fachexperten sprechen dann eine Zertifikatsempfehlung aus, die von einem Zertifizierungsausschuss bestätigt wird.

Zu den Kriterien, die ein zertifiziertes Hautkrebszentrum erfüllen muss, gehört beispielsweise der Nachweis bestimmter Hauptkooperationspartner, wie Dermatologen, Chirurgen, internistische Onkologen, Radiologen und Strahlentherapeuten. Zu den weiteren Kooperationspartnern gehören die Dermatohistologie, die Pathologie, die Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, die Plastische Chirurgie, die Psychoonkologie, die Sozialarbeit, die genetische Beratung, Selbsthilfevereinigungen, Seelsorge und ein Palliativnetzwerk.

Hieraus wird bereits deutlich: Die Arbeit in einem zertifizierten Hautkrebszentrum erfolgt interdisziplinär. Wichtiges Gremium dieser Zusammenarbeit unter den verschiedenen medizinischen Fachrichtungen ist die Tumorkonferenz. Diese muss mindestens zweimal im Monat stattfinden, Teilnehmer, müssen auf Facharztebene ein Dermatologe, ein Radiologe, ein Strahlentherapeut, ein Operateur/Chirurg und ein internistischer Onkologe sein. Das Ergebnis der Tumorkonferenz besteht u. a. aus einem schriftlichen Behandlungsplan, den der Patient auf Wunsch erhält.

Auch soziale und psychologische Aspekte kennzeichnen den interdisziplinären Ansatz. Wichtig ist daher auch die psychoonkologische Versorgung der Patienten: Diese muss niederschwellig erfolgen und ist dem Patienten in allen Phasen der Versorgung anzubieten, also während der Diagnose, stationär und auch poststationär. Zudem muss jedem Patienten muss die Möglichkeit einer Beratung durch den Sozialdienst in allen Phasen der Erkrankung ort- und zeitnah angeboten werden. Ebenso müssen zertifizierte Hautkrebszentren den Patienten Kontakte zu einer Selbsthilfegruppe ermöglichen. Wenn es keine tumorbezogenen Selbsthilfegruppen vor Ort gibt, sind Kontakte zu überregional bzw. organübergreifend tätigen Selbsthilfegruppen zu organisieren.

Wenn diese und weitere Kriterien erfüllt sind, erhält das Zentrum das Zertifikat. Dieses gilt für drei Jahre, nach drei Jahren erfolgt die Überprüfung, die im Umfang der Erstzertifizierung ähnelt.

Quelle: Befund Krebs 2/2013

04.07.13

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