- Anzeige -

Sie sind hier: Startseite - Krebserkrankungen - Prostatakrebs - Selbsthilfegruppen - BPS: Großstudie bewertet Therapien

BPS: Großstudie bewertet Therapien

Photos.com

Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS)

Vor Kurzem fiel der Startschuss zu einer der größten klinischen Studien auf dem Gebiet der Onkologie – der sog. PREFERE-Studie. Hierbei werden erstmals die gängigen Behandlungsoptionen bei Frühformen von Prostatakrebs an rund 7.600 Patienten vergleichend untersucht. Rund 1.000 niedergelassene Urologen und Strahlentherapeuten sowie mindestens 90 Prüfzentren werden sich bundesweit an der Studie beteiligen. Darüber berichtet der BPS im BPS-Magazin und zitiert dabei aus einer Mitteilung der Deutschen Krebshilfe.

„Die PREFERE-Studie soll richtungsweisend sein für die Behandlung von Menschen mit Prostatakrebs im Frühstadium“, sagte Dr. Fritz Pleitgen, Schirmherr der Studie und Präsident der Deutschen Krebshilfe. „Wir rufen betroffene Patienten und niedergelassene Urologen auf: Beteiligen Sie sich an der Studie!“

„Die PREFERE-Studie ist das größte deutsche urologische Forschungsprojekt der letzten 50 Jahre“, erläuterte Prof. Dr. Michael Stöckle, Direktor einer Klinik für Urologie und Kinderurologie in Homburg/Saarland. Der Mediziner leitet die Studie zusammen mit Prof. Dr. Thomas Wiegel aus Ulm. „Jede der drei Therapieformen Strahlentherapie, Brachytherapie, also die Behandlung des Tumors mittels vieler kleiner, dauerhaft in der Prostata platzierter Strahlenquellen, und die Aktive Überwachung wird im Vergleich mit der Radikaloperation auf ihre Effektivität überprüft“, erklärte Prof. Wiegel.

Das Großprojekt hat vor allem ein Ziel: „Mit PREFERE wollen wir Sicherheit für den Patienten und das Ärzteteam schaffen“, erklärte Dr. Pleitgen dazu. „Die Frage nach der individuell besten Therapie soll durch die Erkenntnisse der Studie einfacher zu beantworten sein.“ Erfahrene Spezialisten in ausgewiesenen Studienzentren betreuen die Teilnehmer der Studie. Die Sicherheit und die Lebensqualität der Patienten stehen dabei an höchster Stelle. Sie werden nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt und erhalten eine Therapie auf höchstem medizinischen Niveau.

Grundlage für PREFERE war ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Danach wurde die Aufnahme der sog. Brachytherapie in den ambulanten Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen zunächst ausgesetzt. Der Grund: Es gab keine ausreichenden Daten, um diese Behandlungsform zu bewerten. Daraufhin wurde das Studienkonzept für PREFERE entwickelt, um die Brachytherapie mit anderen Therapien vergleichen zu können. Nach einer Reihe von ausführlichen Begutachtungen dieses Konzeptes und der Weiterentwicklung durch nationale und internationale Experten verschiedener Fachrichtungen konnte PREFERE schließlich auf den Weg gebracht werden. So finden die Studie und ihr Design auch die uneingeschränkte Unterstützung durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), das auch an der Konzeption beteiligt war.

Nicht nur inhaltlich ist das Großprojekt richtungweisend, sondern auch organisatorisch, denn PREFERE ist eine Initiative von verschiedenen Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesens. Neben der Deutschen Krebshilfe beteiligen sich die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen, die Deutsche Gesellschaft für Urologie, die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie, der Berufsverband Deutscher Urologen, die Deutsche Krebsgesellschaft und der BPS an dieser einmaligen Kooperation.

Quelle: Befund Krebs 2/2013

26.06.13

Newsletter An-/Abmeldung

Code: JTTG

Schriftzug Anzeige