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Lebensqualität bei Therapieentscheidungen berücksichtigen

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Der ganze Mensch, nicht allein der Prostatakrebs, sollte bei Therapieentscheidungen im Mittelpunkt stehen. Darauf weist der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe in der Verbandszeitschrift BPS-Magazin hin. Neben rein medizinischen Erwägungen sollen auch wichtige Fragen zur Lebensqualität berücksichtigt werden, so der BPS. Dazu zählen beispielsweise Fragen wie die Bedeutung von Nebenwirkungen einer Maßnahme für das zukünftige körperliche und seelische Wohlbefinden oder ob der Nutzen eines Eingriffs eine Beeinträchtigung aufwiegt. Prostatakrebs-Betroffene sollten sich aber auch fragen, welche Ansprüche sie an die Lebensqualität haben und wie sich die Lebensqualität ohne Behandlung weiterentwickelt.

Die Beantwortung dieser Fragen erfolge individuell und falle daher immer unterschiedlich aus, berichtet der BPS, führt aber auch aus, dass rein medizinische Erwägungen zu individuell unterschiedlichen Antworten kommen, da die beste Behandlung nicht unbedingt die maximale Therapie sein müsse und nicht jede Behandlung besser wirke, wenn sie möglichst frühzeitig begonnen werde.

Orientierung zu Themen wie Vor- und Nachteile der Früherkennung, aktive Überwachung, Operation, Bestrahlung und langfristiges Beobachten bieten Patientenleitlinien bzw. -Ratgeber auch in laienverständlicher Sprache. Der BPS empfiehlt in diesem Zusammenhang insbesondere die Publikationen Früherkennung Prostatakrebs, Prostatakrebs I Lokal begrenztes Prostatakarzinom sowie Prostatakrebs II Lokal fortgeschrittenes und metastasiertes Prostatakarzinom.

Diese wurden von Ärzten und Vertretern der Prostatakrebs Selbsthilfe verfasst und basieren auf der Medizinischen Leitlinie zur Diagnose und Therapie des Prostatakarzinoms, so der BPS. Die Ratgeber informieren über den aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Behandlung bei Prostatakrebs, die „richtigen Fragen“ im Gespräch mit Ärzten und Beratungsangebote. Sie sollen so dazu ermutigen, anstehende Entscheidungen in Ruhe und nach Beratung mit behandelnden Ärzten und nahen Angehörigen zu treffen. Die Broschüren können kostenfrei über den BPS bezogen werden.

Quelle: Befund Krebs 4/2012

02.04.13

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