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Stellung zum fortgeschrittenen, kastrationsresistenten Prostatakrebs (KRPK)

Dmitriy Shironosov/Shutterstock

Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS)

In der Ausgabe 2/2012 des BPS-Magazins nehmen der BPS-Arbeitskreis „Fortgeschrittener Prostatakrebs“ sowie der BPS-Vorstand Stellung zum fortgeschrittenen, kastrationsresistenten Prostatakrebs (KRPK): So könne auch mit dem heutigen Stand der Medizin nicht verhindert werden, dass rund 12.000 Männer pro Jahr an Prostatakrebs versterben und unter ihrer Krankheit sowie den Beeinträchtigungen und Nebenwirkungen, die diese mit sich bringt, leiden müssen.

Um Männer, die an einem KRPK leiden, besser behandeln zu können, sind, so stellt der BPS fest, weitere Forschung und verstärkte Behandlungsanstrengungen notwendig. Dazu sollten nach Ansicht des BPS bereits heute die Bestimmung des Rezeptorstatus und die Prüfung der Chemosensitivität bei der Diagnostik gehören, ebenso wie festgestellt werden sollte, ob Mikrometastasen vorliegen oder Tumorzellen zirkulieren.

Der BPS weist darauf hin, dass daher Forschungsergebnisse des Internationalen Genom-Prostatakrebs-Projekts schnell in die klinische Anwendung kommen sollten. Dazu gehören nicht nur die Erkenntnisse aus der Zytogenetik, molekularen Genetik, über molekulare Marker, Mutationen, Epigenomik, Mikro-RNA, klinisch relevante Proteine, diagnostische und prognostische Marker, sondern auch die Entwicklung sowie die Kommerzialisierung diagnostischer Mittel und Apparaturen. In der Therapiesequenz des KRPK fordert der BPS, dass die neuen Hormon- bzw. Rezeptor-manipulierenden Medikamente der Chemotherapie vorgeschaltet werden sollen. Ebenso soll die Immuntherapie in der Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakrebses Eingang finden. Auch sei die Erforschung weiterer immuntherapeutischer Ansätze wichtig.

Schließlich, so der BPS, sollten Männer mit KRPK in einem multidisziplinären Medizinischen Kompetenznetz behandelt werden, in dem Forschung und Therapie zeitgleich stattfinden. Damit würden die besten Voraussetzungen geschaffen für die Prüfung und Optimierung sowohl bekannter Therapien als auch experimenteller Behandlungsmethoden, von Forschung und Wissenstransfer mit schneller Anwendung in der klinischen Praxis. Daher sollten Organisation und Arbeit eines Medizinischen Kompetenznetzes für den fortgeschrittenen, kastrationsresistenten Prostatakrebs auch ein Förderschwerpunkt für das Bundesministerium für Bildung und Forschung werden, betont der BPS.

Quelle: Befund Krebs 1/2013

22.04.13

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