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Rehabilitationsmaßnahmen: Krebspatienten haben Wunsch- und Wahlrecht

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Unabhängig davon, ob die Region, das Leistungsspektrum oder die Nähe zum Wohnort ausschlaggebend sind: Wer nach einer Krebserkrankung eine Rehabilitation plant, muss sich nicht mit irgendeiner Klinik zufriedengeben – stattdessen kann er sich seine Wunscheinrichtung aussuchen. So heißt es in § 9 SGB IX Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten: „Bei der Entscheidung über die Leistungen und bei der Ausführung der Leistungen zur Teilhabe wird berechtigten Wünschen der Leistungsberechtigten entsprochen. Dabei wird auch auf die persönliche Lebenssituation, das Alter, das Geschlecht, die Familie sowie die religiösen und weltanschaulichen Bedürfnisse der Leistungsberechtigten Rücksicht genommen.“

Doch wer ist eigentlich Träger der onkologischen Reha? Zuständig sind meist die gesetzlichen Kranken-, Renten- und Unfallversicherungen, u. U. auch die private Krankenversicherung. Die Träger treffen auch die Entscheidung darüber, ob die Rehamaßnahme in der Wunschklinik genehmigt wird – doch wer damit nicht einverstanden ist, kann Widerspruch einreichen und auf sein Wunsch- und Wahlrecht hinweisen. Dies ist nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit innerhalb eines Monats möglich.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, kann man schon bei der Antragsstellung einiges beachten: Nicht fehlen darf eine ärztliche Stellungnahme. Das kann laut der Deutschen Rentenversicherung ein aktueller Befundbericht, ein Gutachten oder ein aktueller Krankenhausbericht sein. Antragsformulare bekommt man bei der bei der Deutschen Rentenversicherung, in den Auskunfts- und Beratungsstellen, den Gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation, bei den gesetzlichen Krankenkassen, Versicherungsämtern und von den Versichertenberatern. Dort kann man auch Hilfe beim Ausfüllen des Antrags erhalten, so die Deutsche Rentenversicherung. Wer dann im Endeffekt für die Reha zuständig ist, klären die Träger untereinander und leiten die Informationen auch entsprechend weiter – darum muss man sich also nicht selbst kümmern.

Wichtig für die Entscheidung für eine Rehaklinik sollte vor allem aber auch die medizinische Qualität sein – diese wird auch vom Kostenträger in seiner Entscheidung berücksichtigt. Wer sich also auf eine zertifizierte Einrichtung festlegt, erhöht seine Chance, „seine“ Klinik bewilligt zu bekommen. Hier hilft das Internetangebot der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation unter www.bar-frankfurt.de. In einer Datenbank lassen sich die zertifizierten Angebote recherchieren.

Quelle: Befund Krebs 3/2013

08.08.13

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