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Viren gegen Krebsstammzellen

sgame/Shutterstock

Forschern des Paul-Ehrlich-Instituts ist es nach eigenen Angaben erstmals gelungen, onkolytisch wirksame Viren zu erzeugen, die gezielt CD133-positive Krebsstammzellen infizieren und abtöten. In Tierversuchen ließen sich Tumorherde teilweise vollständig beseitigen. Dafür haben sie ein abgeschwächtes und dadurch ungefährliches Masernvirus, das als Impfvirus eingesetzt wird, für den gezielten Angriff auf die Krebsstammzellen modifiziert: Sie veränderten es so, dass es das Oberflächenprotein CD133, ein charakteristischer Marker für Krebsstammzellen, als Rezeptor für das Eindringen in die Zelle benötigt.

Die Forscher konnten nachweisen, dass das veränderte Virus in Zellgemischen tatsächlich nur Zellen mit diesem Oberflächenprotein infiziert. In allen untersuchten Tiermodellen zeigte das modifizierte Virus eine ausgeprägte antitumorale Aktivität – das Tumorwachstum wurde reduziert oder sogar komplett unterdrückt. Ein Vorteil des Einsatzes dieser onkolytischen Viren in der Krebstherapie ist ihr Verstärkermechanismus: Die infizierte Zelle produziert neue Viruspartikel, die sich bei der Lyse der Zelle weiter ausbreiten und weitere Tumorzellen aufspüren können.

Quelle: Befund Krebs 2/2013

16.07.13

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