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Was tun gegen Schleimhautentzündungen?

Dash/Shutterstock

Behandlung und Tipps gegen schmerzhafte Veränderungen im Mund

Sie gehört zu den unangenehmsten Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung: Eine Entzündung der Mundschleimhaut. Diese kann entstehen, da die Krebsbehandlung vor allem auf Zellen wirkt, die sich schnell teilen – zu ihnen gehören auch die Schleimhäute. Bei starken Entzündungen sind die Schmerzen ggf. so groß, dass es schwerfällt, überhaupt noch etwas zu essen und zu trinken.

Vorbeugung ist daher eine Möglichkeit für die Krebspatienten, die noch nicht betroffen sind: Dazu gehört nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) eine Sanierung der Zähne und zwar am besten vor der Therapie. Auf die Mundhygiene sollte besonderen Wert gelegt werden. Wichtig ist das Zähneputzen nach den Mahlzeiten mit einer weichen Zahnbürste, so die DKG. Ebenso können Mundspülungen mit Kamillen- bzw. Salbeitee oder -wasser sinnvoll sein, da Kamille und Salbei entzündungshemmend wirken und die Schleimhäute desinfizieren, rät die Krebsgesellschaft NRW.

Wer bereits unter Entzündungen der Mundschleimhaut leidet, dem kann der Arzt Schmerzmittel verordnen. Diese können lokal als anästhesierende Mundspülungen oder systemisch eingenommen werden, z. B. in Form von Tramadol- oder Morphin Tropfen, informiert die Krebsgesellschaft NRW auf ihrem Internetangebot zu Komplementärmethoden in der Krebstherapie (www.komplementaermethoden.de). Zudem könne man u. a. Antazida lokal im Mund anwenden, heißt es weiter. Diese können einen Schutzfilm bilden und dadurch die Schmerzen reduzieren. Da sich auch Viren oder Pilze auf der entzündeten Mundschleimhaut einnisten können, ist es zudem möglich, dass antivirale oder antimykotische Medikamente zum Einsatz kommen müssen. Zudem sollte man darauf achten, keine reizenden Lebensmittel zu essen – das sind beispielsweise solche, die säurehaltig oder scharf sind. Auch Alkohol und Nikotin sollten vermieden werden.

Schließlich hat die Krebsgesellschaft NRW noch einen besonderen Tipp: Wer kleingeschnittene, gefrorene Ananasstückchen lutscht, kann zum einen durch die Kälte die Schmerzen lindern, zum anderen können die in der Ananas enthaltenen Enzyme auf der Schleimhaut den Heilungsprozess bewirken bzw. ankurbeln. Dafür einfach eine frische Ananas in Stückchen schneiden und ins Gefrierfach legen– und schließlich die gefrorenen Stückchen langsam im Mund zergehen lassen.

Quelle: Befund Krebs 3/2013

08.08.13

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