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Was ist weißer Hautkrebs?

Weißer Hautkrebs sollte nicht unterschätzt werden.

Kuzma/Shutterstock

Weißer Hautkrebs wird als eine Form von Hautkrebs vom schwarzen Hautkrebs unterschieden. Bei den beiden Formen entarten unterschiedliche Hautzellen, was nicht der einzige Unterschied ist. Schwarzer Hautkrebs ist in der Regel aggressiv und bildet Metastasen, also Tochtergeschwülste an weiteren Stellen des Körpers. Weißer Hautkrebs existiert in verschiedenen Formen, bei denen die Gefahr von Metastasen als geringer eingestuft wird. Aus diesem Grund gilt der weiße Hautkrebs im Vergleich zum schwarzen Hautkrebs als die zumeist ungefährlichere Variante. Das darf jedoch nicht dazu führen, dass man ihn unterschätzt. Unbehandelt kann ein weißer Hautkrebs tödlich enden.

Formen von weißem Hautkrebs

Die beiden hauptsächlich vorkommenden Formen des weißen Hautkrebses sind das Spinaliom, das auch Plattenepithelkarzinom genannt wird, und das Basaliom (auch: Basalzellkarzinom). Beide Formen des weißen Hautkrebses entstehen in unterschiedlichen Hautschichten. Grob betrachtet, besteht die Haut aus den drei Schichten Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. Die aus Hornzellen (Keratinozyten) gebildete Oberhaut besteht ihrerseits aus den Schichten Horn-, Glanz-, Körnerzell-, Stachelzell- und Basalschicht.

  • Das Spinaliom entsteht durch entartete Zellen der auch Stratum spinosum genannten Stachelzellschicht der Oberhaut. Das Karzinom ist auf der Haut erkennbar.
  • Das Basaliom entsteht in der Basalschicht der Haut oder auch im Wurzelbereich der Haarfollikel. Es ist ebenfalls auf der Haut erkennbar. Beim Basaliom kommt es relativ selten zu Metastasen, allerdings kann sich diese Form von weißem Hautkrebs auf umliegende Knochen, Knorpel und umliegendes Gewebe ausbreiten. Er wird auch als semimaligner Hautkrebs bezeichnet, wobei diese Bezeichnung heute oft als überholt angesehen wird. Das Wort „maligne“ bedeutet medizinisch „bösartig“, während das Gegenteil „benigne“ „gutartig“ bedeutet.

Bei den zwei Formen von weißem Hautkrebs gilt UV-Licht als eine der möglichen Ursachen der Entstehung. Eine Vorform des weißen Hautkrebses ist die aktinische Keratose, die unbehandelt in ein Spinaliom übergehen kann. Die aktinische Keratose kann aufgrund krankhaft durch UV-Licht veränderte Zellen der obersten Hautschicht (Epidermis) entstehen. Andere Begriffe für eine aktinische Keratose sind senile oder solare Keratose. Keratose steht als Begriff für eine Verhornung. In etwa zehn Prozent aller Fälle wird eine aktinische Keratose zu einem Spinaliom.

Vorkommen von weißem Hautkrebs

Alle Formen des weißen Hautkrebses sind Krankheiten, die eher im fortgeschrittenen Alter vorkommen. So wird etwa für das Spinaliom ein Durchschnittsalter von siebzig Jahren und für das Basaliom von sechzig Jahren angegeben. Diese Zahlen können sich verändern. So beobachten Mediziner beim Basaliom eine zunehmende Zahl jüngerer Menschen, die an dieser Form des weißen Hautkrebses erkranken. Mögliche Ursachen dafür könnten Freizeitaktivitäten wie viele Solarienbesuche oder viele Urlaube in sonnenreichen Ländern sein. Generell gelten hellhäutige Menschen als gefährdeter für die Entstehung von weißem Hautkrebs im Vergleich zu eher dunkelhäutigen Menschen.

Mögliche Anzeichen von weißem Hautkrebs

Durch sorgsame Beobachtung der eigenen Haut können potenzielle Patienten mögliche Symptome eines weißen Hautkrebses erkennen. Beim Basaliom können beispielsweise wie Geschwüre, Knötchen oder auch Narben aussehende Hautstellen auf die Krankheit hindeuten. Diese Stellen können rötlich, braun, dunkelbraun, fast schwarz sein oder in ihrer Farbe der übrigen Haut gleichen. Schmerzen empfindet der Erkrankte meist nur in Ausnahmefällen, sodass das Basaliom mitunter längere Zeit unerkannt bleibt. Auch ein Spinaliom ist meist über einen gewissen Zeitraum eher selten mit Schmerzen verbunden. Erste Symptome können beispielsweise bräunlich verhornte Rötungen sein, die später eventuell Geschwüren oder Warzen ähneln. Alle hier genannten Veränderungen der Haut können, müssen aber kein Anzeichen für weißen Hautkrebs sein. Wer sie an seiner Haut bemerkt, sollte einen Arzt aufsuchen, um die Ursache der Veränderungen mit ihm abzuklären.

Ansgar Sadeghi

30.03.12

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