- Anzeige -

Sie sind hier: Startseite - Krebserkrankungen - Weißer Hautkrebs - Begleiterkrankungen bei weißem Hautkrebs

Begleiterkrankungen bei weißem Hautkrebs

Wundheilungsstörungen können bei weißem Hautkrebs auftreten.

chris2766/Shutterstock

Als Begleiterkrankung werden Krankheiten bezeichnet, die neben einer Grunderkrankung auftreten, sich aber von ihr abgrenzen lassen. Zwischen Grund- und Begleiterkrankung kann, muss aber nicht zwangsläufig ein ursächlicher Zusammenhang bestehen. Im folgenden Text soll auf einige Begleiterkrankungen bei weißem Hautkrebs eingegangen werden, deren Auftreten Therapie und Verlauf beeinflussen können.

Wundheilungsstörungen bei weißem Hautkrebs

Ein Diabetes mellitus und weißer Hautkrebs stehen nicht in ursächlichem Zusammenhang, beides sind jedoch Krankheiten, die eher ältere als jüngere Menschen treffen. Ein vorhandener Diabetes mellitus sollte bei der Therapie bei weißem Hautkrebs berücksichtigt werden, da er manchmal die Wundheilung nach der Operation negativ beeinflusst. Andere mögliche Ursachen für eine gestörte Wundheilung können beispielsweise Morbus Cushing, eine HIV-Infektion oder auch eine gestörte Arteriendurchblutung sein. Morbus Cushing ist eine Krankheit, bei der der Körper das Hormon Adrenocorticotropin, das manchmal auch „Stresshormon“ genannt wird, vermehrt ausschüttet. Dadurch kann es unter anderem zu erhöhtem Blutdruck kommen.

Medikamente, Vorerkrankungen und weißer Hautkrebs

Teils erhöhen Medikamente, die gegen andere Krankheiten verabreicht werden, das Risiko, an einem weißen Hautkrebs zu erkranken. Zu diesen Medikamenten können etwa eine Reihe von Antibiotika, einige Entzündungshemmer oder Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen gehören, die die Lichtempfindlichkeit der Haut steigern.

Das kann z. B. für eine vorab therapierte Schuppenflechte, die in früheren Jahren unter anderem mit Arsen behandelt worden ist. Arsen gilt heute als ein Risikofaktor, der über lange Zeiträume zur Entstehung eines Spinalioms beitragen kann. Die Behandlung von Schuppenflechte mit Arsen wurde vor Jahrzehnten weitestgehend durch andere Therapien abgelöst, allerdings besteht insbesondere bei älteren Menschen unter Umständen noch ein indirekter Zusammenhang zwischen einer früh aufgetretenen und behandelten Schuppenflechte und einem spät auftretenden weißen Hautkrebs.

Eine Grundlage für die Entstehung eines Basalioms kann auch Narbengewebe sein, das etwa aufgrund anderer Krankheiten wie dem Lupus vulgaris entstanden ist. Lupus vulgaris ist eine chronische und schwere Form der Tuberkulose, die sich unter anderem wie der weiße Hautkrebs in Hautveränderungen zeigt.

Chemotherapie und mögliche Begleiterkrankungen

Der weiße Hautkrebs macht bisweilen eine Chemotherapie als therapeutische Maßnahme nötig, die auch zu Folgeerkrankungen führen kann. Möglich sind etwa eine gestörte Blutbildung und Organschäden. Zudem kann ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehen, dass ebenfalls das Auftreten von weiteren Begleiterkrankungen begünstigen kann. Das zeigt, wie sehr die Wahl der geeigneten Therapie auch beim weißen Hautkrebs eine Sache der Abwägung ist. Wichtig bei der Therapiewahl ist daher ein vollständiges Krankheitsbild des jeweiligen Patienten.

Weißer Hautkrebs und psychische Belastung

Weißer Hautkrebs ist eine ernste Erkrankung, wenngleich in der Regel weniger aggressiv als etwa das maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs. Dennoch bedeutet auch weißer Hautkrebs nicht selten eine psychische Belastung, die Ängste und Depressionen auslösen kann. In solchen Fällen ist oft psychologischer Rückhalt wichtig. Betroffene mit weißem Hautkrebs sollten sich dann nicht scheuen, die Hilfe eines geeigneten Therapeuten in Anspruch zu nehmen. Begleitend kann die Selbsthilfe ein Weg sein, mit den möglichen psychologischen Folgen eines weißen Hautkrebses umzugehen.

Ansgar Sadeghi

01.04.12

Begleiterkrankungen
Newsletter An-/Abmeldung

Code: SVDU

Schriftzug Anzeige