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Prävention von weißem Hautkrebs

Eine übermäßig hohen Dosis UV-Licht kann die Entstehung von weißem Hautkrebs begünstigen.

lev dolgachov/Shutterstock

Ein wesentlicher Faktor bei der Prävention von weißem Hautkrebs ist das UV-Licht, dem die Haut ungeschützt ausgesetzt ist. Dieses Licht hat positive Auswirkungen auf den menschlichen Körper: es unterstützt die Bildung von Vitamin D und kann das subjektive Wohlbefinden steigern. Wird die Haut jedoch in freier Natur oder in einem Solarium einer übermäßig hohen Dosis an UV-Licht ausgesetzt, kann dies das Risiko für die Entstehung von weißem Hautkrebs deutlich steigen. Wichtige Maßnahme zur Prävention von weißem Hautkrebs ist daher der Schutz vor zuviel UV-Licht.

Was ist UV-Licht?

Das für Menschen sichtbare Sonnenlicht macht nur einen Teil der gesamten Sonnenstrahlung aus, die auf die Erde trifft. Zugleich durchdringt auch infrarotes und ultraviolettes Licht (UV-Licht) die Ozonschicht der Erde. Die Strahlungen unterscheiden sich in ihrer Wellenlänge, die in Nanometern gemessen wird. Ein Nanometer steht als Einheit für ein Milliardstel Meter.

  • Das für Menschen sichtbare Licht hat eine Wellenlänge von etwa 380 bis 780 Nanometer.
  • Infrarotlicht ist langwelliger als das sichtbare Licht und beginnt im Bereich ab einer Wellenlänge von etwa 800 Nanometern.
  • UV-Licht ist dagegen kurzwelliger als das für Menschen sichtbare Licht. Beim auf die Erde auftreffenden UV-Licht werden UV-A-Strahlung und UV-B-Strahlung unterschieden. UV-A-Strahlung hat eine Wellenlänge von etwa 315 bis 380 Nanometern und ist damit langwelliger als die UV-B-Strahlung im Bereich von etwa 280 bis 315 Nanometern. Daneben gibt es die noch kurzwelligere UV-C-Strahlung, die nach aktuellem Stand der Forschung nicht die Ozonschicht durchdringt.

Grundsätzlich gilt: Je geringer die Wellenlänge einer Strahlung ist, desto mehr Energie trägt sie. Sie ist damit risikoreicher für die Haut als langwelligere Strahlung. UV-A-Licht galt als gesundheitlich relativ unbedenklich. Man geht davon aus, dass es Hautfasern in Schichten der Unterhaut angreift, die für die Hautelastizität verantwortlich sind. UV-A-Strahlung könnte also dafür sorgen, dass die Haut schneller altert. Eine höhere Gefahr sieht die Medizin im UV-B-Licht. Es wird in der Oberhaut in Energie umgewandelt und kann dadurch Verursacher eines Sonnenbrands sein. Es ist nach heutiger Erkenntnis auch derjenige Anteil des UV-Lichts, der Zellen so schädigen kann, dass weißer Hautkrebs entsteht.

Unterschiedliche Hauttypen, unterschiedliche Prävention

Auf ein zu langes und/oder intensives Sonnenbaden sollten Menschen möglichst generell als Prävention von weißem Hautkrebs verzichten. Was zu lange und zu intensiv ist, hängt unter anderem vom Hauttyp des jeweiligen Menschen ab. Unterschieden werden in der Regel die Hauttypen 1 bis 6 auf Basis einer Klassifikation, die 1975 vom US-Dermatologen Thomas Fitzpatrick entwickelt wurde. Je geringer die Zahl, desto heller der Hauttyp. Während Menschen mit Haut vom Typ 1 sich in Mitteleuropa zur Mittagszeit oftmals keine zehn Minuten intensiver Sonnenbestrahlung aussetzen sollten, entwickeln Menschen mit Hauttyp 6 in derselben Zeit in Mitteleuropa auch nach neunzig Minuten meist noch keinen Sonnenbrand. Sie sind damit auch vor nachhaltiger Schädigung besser auf natürliche Weise geschützt als Menschen eines anderen Hauttyps. Je niedriger der Hauttyp, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor einer Sonnencreme sein. Das Risiko von möglicherweise zu weißem Hautkrebs führenden Hautschädigungen ist nicht allein vom Hauttyp abhängig.

Der UV-Index

Im Urlaub ist manchmal mehr Vorsicht geboten, weil die Sonnenstrahlung intensiver sein kann. Für alle, insbesondere aber für sonnenempfindliche Menschen kann der UV-Index ein Indiz dafür sein, wie stark sie sich schützen müssen. Weltweit gilt hier dieselbe Einteilung:

  • Bei UV-Graden von 0 bis 2 UV-Belastung empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz keine besonderen Schutzmaßnahmen.
  • Die Grade 3 bis 5 werden als mittel, die von 5 bis 7 als hoch eingestuft. Das Bundesamt empfiehlt hier passende Kleidung, während des Mittags den Schatten aufzusuchen und Sonnenschutzmittel mit einem Sonnenschutzfaktor zu verwenden, der mindestens dem Wert des doppelten UV-Index‘ entspricht.
  • Ab Grad 8 spricht man von einer sehr hohen UV-Belastung. Das Bundesamt empfiehlt in Bezug auf Kleidung und Sonnenschutzmittel dasselbe wie bei mittleren und hohen Graden, darüber hinaus möglichst in den Mittagsstunden im Haus zu bleiben.

Für Deutschland gibt das Bundesamt für Strahlenschutz aktuelle UV-Index-Werte aus; für internationale Reiseziele gibt es eine Tabelle mit Durchschnittswerten für die einzelnen Monate eines Jahres.

Ansgar Sadeghi

30.03.12

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