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Therapien bei weißem Hautkrebs

Eine aktinischen Keratose, aus der sich ein Spinaliom entwickeln kann, kann man zum Teil mit Gelen und Cremes behandeln.

Supri Suharjoto/Shutterstock

Welche Therapie bei einem weißen Hautkrebs angebracht ist, hängt unter anderem von der Art des weißen Hautkrebses ab und vom Stadium, in dem er sich befindet. Basaliome und Spinaliome werden häufig durch Operation entfernt. Eine aktinischen Keratose, aus der sich ein Spinaliom entwickeln kann, kann man zum Teil mit Gelen und Cremes behandeln. Auch bei der Therapie von Basaliomen und Spinaliomen gibt es neben der Operation weitere Möglichkeiten der Therapien bei weißem Hautkrebs, die einer Operation nachfolgen oder vorausgehen können.

Therapie der aktinischen Keratose

Bei der aktinischen Keratose ist die Operation bisweilen erste Wahl. Man schneidet den Tumor aus der Haut heraus. Dieser Vorgang wird auch Exzision genannt. Anschließend wird das Gewebe in der Regel histologisch untersucht. Histologie ist die Lehre von pflanzlichem, tierischem oder humanem Gewebe. Die histologische Untersuchung kann dem durchführenden Mediziner unter anderem Informationen darüber geben, wie tief der weiße Hautkrebs bereits in die Haut eingedrungen ist. Eine alternative chirurgische Methode zur Therapie bei weißem Hautkrebs ist die Kürettage, bei der betroffenes Gewebe mit einem speziellen Instrument aus der Haut herausgeschabt wird. Es gibt bei der aktinischen Keratose noch weitere Alternativen der Therapie:

Kryotherapie: Bei der sogenannten Kyrotherapie werden von weißem Hautkrebs betroffene Hautstellen vereist und krankhaft veränderte Zellen dadurch zerstört. Das geschieht mithilfe von flüssigem Stickstoff.

Laserbehandlung: Insbesondere bei einzelnen Hautstellen, die von aktinischer Keratose betroffen sind, werden bisweilen CO2-Laser oder Erbium-Laser eingesetzt, um die betroffenen Zellen zu zerstören.

Photodynamische Therapie (PDT): Nachdem die Lichtempfindlichkeit der von aktinischer Keratose betroffenen Hautstellen durch Auftragen einer Creme gesteigert worden ist, wird Kaltlicht eingesetzt, um die entarteten Zellen so zu zerstören.

Chemotherapie und chemisches Peeling: Je nach Art und Ausprägung einer aktinischen Keratose kommt es zum Einsatz von Chemotherapeutika. Diese Substanzen wirken auf das menschliche Immunsystem. Krankhaft verändertes Gewebe entzündet sich und stirbt ab, während gesundes Gewebe erhalten bleibt. Insbesondere bei großflächig auftretenden aktinischen Keratosen kann ein chemisches Peeling angewendet werden. Eingesetzt für das Peeling werden beispielsweise Cremes mit Substanzen wie Trichloressigsäure.

Röntgen-Weichstrahltherapie: Sie wird eher selten angewendet, vor allem dann, wenn andere Therapien bei weißem Hautkrebs nicht greifen.

Die Auflistung zeigt, dass verschiedene Therapien bei aktinischer Keratose möglich sind. Arzt und Patient müssen im individuellen Fall entscheiden, welche Wege sie im Kampf gegen den weißen Hautkrebs gehen.

Basaliom und Spinaliom

Viele der vorab genannten Therapien werden auch bei Basaliomen und Spinaliomen angewendet. Beides sind Formen des weißen Hautkrebses, die durch krankhafte Veränderungen jeweils unterschiedlicher Zellen in Schichten der Oberhaut gekennzeichnet sind. Sowohl beim Basaliom als auch beim Spinaliom gilt die Operation häufig als erste Wahl bei den Therapien von weißem Hautkrebs, wobei der Tumor großzügig entfernt wird. Dadurch kann es – etwa im Gesicht – zu Stellen kommen, die neu mit Haut überdeckt werden müssen. Hierfür wird beispielsweise angrenzende Haut über die offene Stelle verschoben, aber auch Hauttransplantationen sind möglich.

Chemotherapie und Strahlentherapie werden zur Therapie bei weißem Hautkrebs bisweilen dann eingesetzt, wenn der Tumor nicht operiert oder durch eine Operation nicht vollständig entfernt werden kann. Sie sind auch mögliche Therapien, falls ein Spinaliom bereits Metastasen (Tochtergeschwülste) entwickelt hat. Beim Basaliom können auch Kürettage, Kryotherapie oder Lasertherapie eingesetzt werden.

Ansgar Sadeghi

01.04.12

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