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Untersuchungen bei weißem Hautkrebs

Wichtig ist der sorgfältige Blick auf den eigenen Körper

Piotr Marcinski/Shutterstock

Sowohl beim Basaliom wie auch beim Spinaliom, den Hauptformen von weißem Hautkrebs, bedeutet eine frühe Diagnose der Krankheit verbesserte Chancen auf vollständige Heilung. Aus diesem Grund sollte jeder über 35-Jährige das ihm zustehende Hautscreening alle zwei Jahre in Anspruch nehmen. Teils gewähren Krankenkassen ihren Mitgliedern eine darüber hinausgehende Früherkennung von weißem Hautkrebs.

Was jeder selbst tun kann

Wichtig ist der sorgfältige Blick auf den eigenen Körper und speziell auf die eigene Haut. Hautveränderungen können durchaus auftreten, ohne auf eine Krankheit wie weißen Hautkrebs hinzudeuten. Allerdings sind sie möglicherweise auch erste Symptome für weißen Hautkrebs. Wer Veränderungen seiner Haut entdeckt, muss nicht zwangsläufig von weißem Hautkrebs ausgehen, sollte sie aber auch nicht einfach ignorieren. Er sollte stattdessen den Weg zum Arzt wählen, um von ihm abklären zu lassen, um welche Art von Hautveränderung es sich handelt.

Der erste Blick und die Biopsie

Bisweilen können geschulte Ärzte Hautveränderungen bereits beim ersten Ansehen und Tasten als Basaliom oder Spinaliom erkennen und eine relativ gesicherte Diagnose von weißem Hautkrebs abgeben. Zum genaueren Blick auf die verdächtige Hautstelle kann ein sogenanntes Auflichtmikroskop (Dermatoskop) verwendet werden. Es kann die jeweilige Hautstelle in etwa um das 10- bis 50-fache vergrößern. Ein weiteres für den genaueren Blick auf die Haut geeignetes Instrument ist die Video-Auflichtmikroskopie, die Bilder aufnimmt und im Computer darstellt.

Abgesichert wird die Diagnose von weißem Hautkrebs in der Regel durch die Entnahme und Untersuchung einer Gewebeprobe. Die Gewebeprobeentnahme wird auch Biopsie genannt. Es gibt verschiedene Methoden zur Gewebeentnahme. Bei Verdacht auf weißen Hautkrebs kann etwa die sogenannte Stanzbiopsie eingesetzt werden, bei der mithilfe einer Nadel zusammenhängendes Gewebe entnommen wird. Bisweilen wird auch gleich die gesamte auffällige Stelle entfernt und anschließend untersucht, wobei die Untersuchung dieses Gewebes histologische Untersuchung genannt wird. Histologie ist die Wissenschaft von menschlichen, tierischen oder pflanzlichen biologischen Geweben. Das Gewebe wird beispielsweise unter dem Lichtmikroskop untersucht, andere Untersuchungsmethoden sind möglich. Dabei kann dann etwa festgestellt werden,

  • ob im untersuchten Gewebe Tumorzellen enthalten sind,
  • wie weit sich der Tumor bereits entwickelt hat.

Stadien beim Sinaliom

Die Frage, wie weit sich der weiße Hautkrebs entwickelt hat, kann auch für die Auswahl der richtigen Therapie wichtig werden. Beim Spinaliom unterscheidet man zum Beispiel die Stadien 0 bis IV:

  • Das Stadium 0 wird auch Carcinoma in Situ genannt. Die entarteten Zellen befinden sich alle in der Epidermis, der obersten Schicht der Haut.
  • In den Stadien I und II hat sich ein Tumor von maximal zwei Zentimetern (Stadium I) oder mit einer Größe von mehr als zwei Zentimetern (Stadium II) gebildet.
  • In den Stadien III und IV ist der weiße Hautkrebs bereits ausgedehnt. Er ist bereits in Knochen, Knorpel oder Muskeln nahe seinem Entstehungsort vorgedrungen (Stadium III) oder auch in weiter entfernte Körperbereiche (Stadium IV).

Röntgenuntersuchung und Computertomografie

Röntgen, Ultraschall, Magnetresonanztomografie und Computertomografie sind in der Regel nicht nötig für die Diagnose von weißen Hautkrebs zu diagnostizieren. Sie kommen aber eventuell bei einem Spinaliom zum Einsatz, um zu prüfen, ob sich bereits Metastasen im Körper gebildet haben. Bisweilen wird Ultraschall auch dafür eingesetzt, zu ermitteln, wie dick ein Tumor bereits geworden ist.

Ansgar Sadeghi

01.04.12

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