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„Zeichen setzen“ zum Welthirntumortag am 8. Juni

fred goldstein/Shutterstock

Deutsche Hirntumorhilfe e. V.

Jede der etwa 130 unterschiedlichen Tumorarten, die im Gehirn vorkommen können, ist für sich gesehen eine seltene Erkrankung. Als selten gilt eine Krankheit in der Europäischen Union dann, wenn sie bei 10.000 Einwohnern weniger als fünf Mal im Jahr vorkommt. Nur allzu oft sind diese seltenen Erkrankungen in der breiten Öffentlichkeit fast unbekannt, Betroffene werden häufig von Arzt zu Arzt geschickt, oftmals bleiben sie mit einem Gefühl des Alleinseins zurück. Der Welthirntumortag am 8. Juni soll auf die schwierige Situation von Hirntumorpatienten aufmerksam machen und gleichzeitig in der breiten Bevölkerung das Bewusstsein für diese seltenen Tumoren stärken.

Der von der Deutschen Hirntumorhilfe initiierte Gedenk- und Aktionstag ist ein Aufruf zu Solidarität und Mitgefühl mit den Betroffenen und ihren Familien. Ein Zeichen setzen kann jeder, sei es durch das Tragen der grauen Schleife als Symbol der Verbundenheit, durch Spenden, durch öffentlichkeitswirksame Aktionen oder den Besuch einer der zahlreichen Veranstaltungen, die auch dieses Jahr im Rahmen des Welthirntumortages deutschlandweit angeboten werden.

Auch wenn jeder Hirntumor für sich gesehen selten ist, so kann die Diagnose doch jeden von uns treffen. Allein in Deutschland trifft sie jährlich mehr als 8.000 Menschen, weltweit jeden Tag über 650 Personen. Der Befund eines primären Hirntumors hat viele Namen: Astrozytom oder Oligodendrogliom, Ependymom oder Neurozytom, Vestibularisschwannom oder Glioblastom. Doch egal wie sich die Erkrankung nennt – von heute auf morgen ist das Leben nicht mehr so, wie es war. Ein Hirntumor betrifft direkt die „Schaltzentrale“ des menschlichen Körpers, beeinträchtigt seine geistigen und körperlichen Funktionen und ist gleichzeitig nur schwer zu behandeln. Trotz zahlreicher Fortschritte in der medizinischen Versorgung stellt die Erkrankung sowohl behandelnde Ärzte als auch Betroffene noch immer vor besondere Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, diese Tumoren genauer zu erforschen und Therapiemöglichkeiten ständig weiterzuentwickeln.

Verantwortliche in Politik und Wirtschaft müssen die neuroonkologische Forschung aktiver unterstützen, um die Entwicklung innovativer Behandlungskonzepte voranzubringen, fordert die Deutsche Hirntumorhilfe. Nur durch neue Erkenntnisse und eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit können die Heilungschancen von Hirntumorpatienten verbessert und Hirntumoren so schnell wie möglich heilbar werden.

Gerade weil viele Hirntumorerkrankungen nach wie vor nur schwer zu therapieren sind, ist es für die Betroffenen wichtig, verlässliche und aktuelle Informationen zu erhalten. Nur die Kenntnis der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten erlaubt es den Patienten, genau abzuwägen und den ganz eigenen Weg zu finden. Darüber hinaus schaffe Wissen die Basis für einen angemessenen Umgang mit der Diagnose und kann die psychische Belastung durch die Krankheit verringern, so die Deutsche Hirntumorhilfe.

Quelle: Befund Krebs 2/2013

21.06.13

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