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Wirkmechanismus eines potenziellen Anti-Krebs Medikamentes entschlüsselt

Jaimie Duplass/Shutterstock

Ein Anti-Krebs Medikament mag sich für viele Patienten, wie Zukunftsmusik anhören. Göttinger und New Yorker Forscher haben einen Wirkmechanismus gefunden, der die Vermehrung von Tumorzellen gezielt bremst. Ihre Ergebnisse haben sie im Journal of Experimental Medicine veröffentlicht.

Behandlungsstrategie gegen Krebs

Der Anspruch an jedes neue Krebsmedikament ist, dass nur die Tumorzellen entfernt werden, aber nicht das gesunde Gewebe der Patienten. In Zusammenarbeit mit Forschern an der Stony Brook University (New York) haben Wissenschaftler der Universitätsmedizin Göttingen und am Göttinger Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (GZMB) einen molekularen Mechanismus identifiziert. Damit lasse sich eine Behandlungsstrategie gegen Krebs gezielt auf Tumorzellen ausrichten, teilt die Universität Göttingen mit. Sie untersuchten dafür eine neue Klasse von Wirkstoffen, sog. Inhibitoren („Hemmer“) des Hitzeschock-Proteinkomplexes.

Vielversprechende Ergebnisse

Die Forscher der Abteilung Molekulare Onkologie an der Universitätsmedizin Göttingen hatten vor allem die Hemmkörper des Hitzeschock-Proteinkomplexes genauer betrachtet. In mehreren US-amerikanischen Zentren wurden bereits Klinische Studien mit diesen Hemmkörpern bei verschiedenen malignen Erkrankungen durchgeführt, die sich derzeit in den fortgeschrittenen Phasen (II und III) befinden. In den Untersuchungen der Göttinger Forscher zeigte sich: Nach Gabe der Hemmkörper war im Tiermodell die Ausbreitung von Brustkrebs deutlich verringert. In weiteren Forschungen fanden sie heraus, dass ein bestimmtes Genprodukt für die Regulation des Tumorwachstums eine bestimmte Rolle spiele.

Der Effekt sei dabei, dass sich der Brustkrebs verringert ausbreite. Das Genprodukt „MIF“ („Macrophage migration inhibitory factor“) wird durch den Hitzeschock-Komplex in der Tumorzelle stabilisiert und trägt so zum Überleben der Zelle bei. „Wir konnten in den Versuchen zeigen, dass die Wechselwirkung erfolgreich durch kleinmolekulare Inhibitoren verhindert wurde“, sagt Prof. Dr. Ute Moll, die Initiatorin und Leiterin der Studie. „Noch muss aber untersucht werden, ob derselbe Ansatz auch bei Menschen funktioniert. Das kann noch Jahre dauern. Lediglich eine Grundlage ist nun geschaffen“, sagt Prof. Moll.

Quelle: Universitätsmedizin Göttingen

15.04.13

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